Über Venedig kam um 1600 der Kaffee nach Europa.
Zuerst wegen seiner schmerzmildernden Wirkung Medizin, später Luxusgenußmittel und mittlerweile Volksgetränk.
Zuvor verdammt als "opera del diavolo", doch nach dem ersten
Schluck,
fand auch der Pontifex Gefallen an dem neuen Getränk. Der päpstliche Segen verhalf dem Kaffee zu seinem Siegeszug in
Europa.
Ab August 1669
war die Pariser Hofgesellschaft vom Kaffee entzückt. Kaffee wurde zum Modegetränk. Der Siegeszug war nicht mehr aufzuhalten.
1696 gelang es holländischen Seefahrern Kaffee in Java anzupflanzen.
1714 überreichte
Amsterdams Bürgermeister dem französischen König das erste in Amsterdam gezüchtete Kaffeebäumchen, das im "Jardins royals" eingepflanzt
wurde.
1718 brachten die Holländer den Kaffe nach Südamerika. 1722 gelangte die Kaffeeplanze nach
Martinique. Von dort aus, verbreitete
sich die Kaffeepflanze auf den Antilleninseln. 1727 begann der brasilianische Kaffee-anbau,
1732 in Jamaica.
1753 wurde Kaffee erstmals wissenschaftlich beschrieben. Kaffeepflanzen sind Sträucher oder Bäume mit meist immergrünen Blättern
und
werden bis zu zehn Meter hoch (Cafea arababica).
Heute ist Kaffee nach Erdöl die
zweitwichtigste
Handelsware.