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PETER MORTH
Wirtschaftstreuhänder
Steuerberater - Schriftsteller

 

ASTROFOTOGRAFIE

mit stehender Kamera

Sternfeldaufnahmen

Der Sternenhimmel beschäftigte schon in der Frühzeit die Menschen. Tausende und Abertausende Lichtpunkte wurden von unseren Vorfahren beobachtet, registriert und aufgezeichnet. Nicht von ungefähr wohnten seit jeher die Götter im/am Himmel. Und auch heute noch ist es faszinierend, den Sternenhimmel über uns zu bestaunen.

Doch wie können wir diese Momente festhalten, unsere Begeisterung anderen mitteilen?

„Bilder sagen mehr als tausend Worte“ bringt uns zur Fotografie, zur Astrofotografie.

Wie vieles im Leben, ist manches viel leichter und einfacher, als es sich im ersten Moment darstellt. Für unsere Leidenschaft benötigen wir wahrlich nicht viel. Wenn nicht schon alles, so ist doch vieles schon vorhanden.

Unseren Feldstecher haben wir vermutlich schon wegen des entspannten Beobachtens auf einem Stativ befestigt. Der Planetenlauf und die Sternbilder sind uns vertraut. Eine „alte“ Kamera ist auch rasch zu Hand, die will ohnehin heute niemand mehr, doch zum alten Eisen zählt sie noch lange nicht. Ein Drahtauslöser findet sich noch in so mancher Kiste auf dem Dachboden. Voila, unsere Astrofotoausrüstung ist komplett.

Die Technikfreaks unter uns mit den digitalen Aufnahmewundern kommen natürlich nicht zu kurz und können selbstverständlich statt der alt-modischen „analogen“ Fotoapparaturen auch ihre Pixelwaffen einsetzen.

Bei all dem Enthusiasmus sollten wir eines in der Astronomie nicht vergessen: „die Zeit“.
Wir haben sie im Überfluß. Alles was wir heute nicht fotografieren können ist auch noch morgen da. Vermeiden wir jegliche Hast und genießen auch beim Fotografieren die himmlische Natur. Nichts ist so begehrlich wie die Harmonie. Trübt auch das Wetter unseren Drang, so können wir immer noch unseren Gedanken an sternenklare Nächte nachhängen.

Nun aber Ihr Astrokameraden ran an die Motoren:



STERNFELDAUFNAHMEN

Mit dem Essen kommt bekanntlich der Appetit und damit in der Astronomie auch der Wunsch das Gesehene abzubilden. Nicht nur mehr Strichspuren, sondern Sternfeldaufnahmen und Sternbilder sollen abgelichtet werden.

Es heißt nun nicht mehr so lang wie möglich aber kurz genug zu belichten, um keine Strichspuren zu erhalten. Auch für diese Art der Fotografie brauchen wir nur auf unser bereits vorhandenes Equipment zurückgreifen. Stativ, Kamera und ...

Die chemische Industrie hat uns längst mit den besten Filmen versorgt, dennoch gegen die Lichtempfindlichkeit der digitalen Kameras kommen sie nicht an. Die Digikam auf´s Stativ und schon ist nach wenigen Sekunden das erste Sternbild auf dem Chip.

Dennoch gilt auch hier:

1. Je länger die Objekitvbrennweite, desto kürzer die mögliche Belichtungszeit.

2. Je näher Sie dem Himmelspol sind, umso längere Belichtungszeiten können gewählt werden.

Einen Anhaltspunkt kann die nachfolgende Belichtungszeitentabelle bieten:


Deklina-
tion

Objektivbrennweite
in mm

in Grad

35 mm

50mm

135mm

200mm

0

12 Sekunden

8 Sekunden

3 Sekunden

2 Sekunden

10

12 Sekunden

8 Sekunden

3 Sekunden

2 Sekunden

20

13 Sekunden

9 Sekunden

3 Sekunden

2 Sekunden

30

14 Sekunden

10 Sekunden

4 Sekunden

2 Sekunden

40

15 Sekunden

11 Sekunden

4 Sekunden

3 Sekunden

50

18 Sekunden

13 Sekunden

5 Sekunden

3 Sekunden

60

24 Sekunden

16 Sekunden

6 Sekunden

4 Sekunden

70

34 Sekunden

24 Sekunden

9 Sekunden

6 Sekunden

80

68 Sekunden

48 Sekunden

18 Sekunden

12 Sekunden

(Tabelle entnommen: Das Kosmos-Handbuch Astrofotografie: Ausrüstung, Technik Fotopraxis, Wolfgang Schwinge, Stuttgart 1993, Franckh-Kosmos)

Gemäß Wikipedia ist jene Belichtungszeit anzuwenden, bei der Sterne noch punktförmig abgebildet werden. Sie ermittelt sich wie folgt:

T= 420/Objektivbrennweite

In wenigen Sekunden lassen sich so eigene Sternfeldaufnahmen und Abbildungen von Stern-konstellationen erstellen. Der eigene Sternen-atlas und selbst Kometenfotografie ist möglich.

 

 



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